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500.Geburtstag St. Petrus Canisius

25. und 26. September 2021

In den Gottesdienst am Samstag, 25.09 und Sonntag, 26.09. wird dem  500. Geburtstag unseres Gemeindepatrons St. Petrus Canisius gedacht. Die ganze Gemeinde ist herzlich zu den Gottesdiensten eingeladen.

Peter Kanis, der spter seinen Namen in Petrus Canisius latinisierte, wurde am 8.Mai 1521 - als Sohn einer reichen angesehen Patrizierfamilie - in Nimwegen (Niederlande) geboren. Der Geburtsort lag damals in der Dizese Kln und somit im Heiligen Rmischen Reich Deutscher Nation. Der Geburtstag war der Tag, an dem ber Martin Luther in Worms die Reichsacht verhngt wurde.

Nach dem Besuch der Lateinschule ging er Ende 1535 zum Studium - unter anderem Jura und Kirchenrecht – nach Kln. Am 25.Februar 1540 legt er ein Zlibatsgelbde ab und begann mit dem Theologiestudium. Anfang 1543 lernte Canisius, Peter Faber (1506-1546), den Mitbegrnder der Gesellschaft Jesu, kennen. Er war von ihm, den er spter als seinen zweiten Vater bezeichnete, so beeindruckt, dass er an seinem 22. Geburtstag, als achtes Mitglied bei den wenigen Jahre zuvor gegrndeten Jesuiten (Gesellschaft Jesu), als erster Deutscher, eintritt. Canisius verwendet sein Erbteil dazu, um in Kln die erste deutsche Jesuitenniederlassung zu grnden und deren Lebensunterhalt zu sichern.

Am 4.September 1549 leistete er in Rom, vor dem Begrnder Ignatius von Loyola, seine feierlichen Professgelbde. Im Oktober 1549, in Bologna zum Doktor promoviert, wird er 1550 Rektor der Hochschule in Ingolstadt und spter in Wien. Die ihm angetragene Wrde, des Bischofs von Wien, lehnte er ab, um weiter in ganz Europa lehren zu knnen. Durch den Augsburger Bischof Otto Kardinal Truchse von Walsburg wird er als theologischer Vertreter zum Trienter Konzil (1545-63) entsendet. 1557 nahm Canisius auf Befehl Kaiser Ferdinands I., am Wormser Religionsgesprch teil, wo der Humanist Philipp Melanchthon (1497-1560) die protestantische Seite vertrat. Petrus Canisius verwandte, einen betrchtlichen Teil seines Lebens mit Reisen, um seiner apostolischen Ttigkeit fr das Wohl der Kirche nachzukommen.

Auftrge von Papst, Kaiser und Bischfen sowie seiner Ordensoberen fhrten ihn in Kirche diplomatischer Funktion durch Deutschland, sterreich, Bhmen und in die Schweiz, aber auch nach Holland, Belgien, Italien und Polen.

Ein Schwerpunkt im Leben des Canisius, bildet die schriftstellerische Ttigkeit. So entstand der „Canisi“ als Synonym fr die drei Katechismen, die bis ins 19.Jh., als Lehrbcher des Glaubens und Anleitung zum christlichen Leben ihre Gltigkeit behalten haben. Die Schriftstellerei diente - wie das Predigen, aber auch das weitere Streben in seinem brigen Leben - ausschlielich der religisen Belehrung des Volkes, der Frderung der theologischen Wissenschaft, der Verteidigung der katholischen Lehre und Seelsorge.

Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Canisius in Freiburg in der Schweiz, wohin er 1580 versetzt worden war, um ein Jesuitenkolleg zu grnden. Er starb dort nach lngerer Krankheit am 21.Dezember 1597 und ist in der Fribourger Universittskirche St. Michael beigesetzt.

1869 wurde er selig und am 21.Mai 1925 von Pius XI. heiliggesprochen und wegen seiner Verdienste als Schriftsteller zum Kirchenlehrer ernannt. Leo XIII. bezeichnete ihn (1897) als den „Zweiten Apostel Deutschlands“ Damit wurde ein Mann geehrt, der unermdlich der katholischen Kirche gedient und die Einheit der Christen gesucht hat.